Istanbul

Yayın Tarihi : 1962
Dil : Almanca
Sayfa Sayısı : 104
Ölçü : 19 x 27 cm
Yayınevi : Merian

In ganz Konstantinopel, diesem auf sieben Hügeln erbauten Stadtverein, dem ehemaligen Rom des üstens, dürfte es kaum einen Mauerrest, einen Stein oder auch nur ein Sandkorn geben, das nicht geschichtlich an gewittert Ware. Selbst noch im Staub der engen, verwinkelten Grabschen von Pera und Istanbul, eingeschnitzt zwischen die Hauser mit einem blauen Himmelsblitz darüber, dunstet Geschichte. Und das Phantom des Sagenhaften vermengt sich chimärisch mit ihr: An der Küste der Propontis erhob sich Glaukos, der Meerdamon, vormals ein böotischer Fischer, rasend geworden durch ein Zauberkraut und ins: Meer gesprungen, das ihn in einen Wassergott verwandelte, aus der Flut und sagte den nach dem Goldenen Vlies in Kolchis ausgezogenen Argonauten ihr Schicksal vorher, als sie gerade Rast machten; und im hintersten Winkel des an den Wasserschlauch des Bosporus angehängten Goldenen Horns gebar die schöne Königstochter los, die Geliebte des Zeus, gehetzt von der zürnenden Göttergattin, ihre Tochter Koroessa, die später den Byzas bekam. Dieser gründete Byzanz. Der Name ist nicht griechisch, eher thrakisch-illyrisch. Ein sagenhafter, geschmeidiger Grund und Boden, der seinen Wohlgeruch nach Griechenland im Winde wehen lieb: für Anne Milesier ein Land der Wohltat. Auch Auswanderer aus Megara, der Hauptstadt der Landschaft Megalis im alten HelIas, wurden angelockt, sowie andere bäuerliche Kolonisten: sie zogen durch die Dardanellen und das Marmarameer und lieben sich in Chalkedon und später auch in Byzanz nieder.
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